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Eine Initiative der
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Mathe sicher können

Das Projekt „Mathe sicher können" kümmert sich um leistungsschwache Schülerinnen und Schüler im Fach Mathematik. Gemeint sind die 20 Prozent der Jugendlichen, die nach der PISA-Studie am Ende der Regelschulzeit zum Teil nur auf Grundschulniveau rechnen und schwerlich Anforderungen bewältigen können, die über elementare Standardaufgaben hinausgehen.

Das Teilprojekt ‚Sicherung mathematischer Basiskompetenzen’ entwickelt und erprobt Diagnose- und Fördermaterialien für rechenschwache Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte. Insbesondere wird dabei der Unterricht in nicht-gymnasialen Schulformen der Sekundarstufe I in den Blick genommen, aber auch der Einsatz der Materialien in der Grundschule wird anvisiert, damit es erst gar nicht zu diesen Rechenschwierigkeiten kommt.

Die Materialien, die während der Projektlaufzeit entwickelt wurden und werden, sind

Die Entwicklung der Materialien richtet sich dabei nach drei zentralen konzeptionellen Leitideen:

Diagnosegeleitetheit
Kenntnisse und Vorstellungen der Lernenden werden mittels Standortbestimmungen erhoben, um diese daran anschließend gezielt zu fördern.

Verstehensorientierung
Nachhaltiges und sinnstiftendes Lernen orientiert sich am Aufbau von Verständnis; dazu gehört der Rückbezug auf motivierende außermathematische Kontexte und vor allem auf strukturelle, innermathematische Vorstellungen und Darstellungen.

Kommunikationsförderung
Der Aufbau von Verständnis bedarf gerade bei schwächeren Lernenden der Kommunikation untereinander und mit der Lehrperson.

Entwickelt und erprobt wurden Materialien in den drei zentralen Inhaltsbereichen „Natürliche Zahlen“, „Brüche, Prozente und Dezimalzahlen“ und „Sachrechnen“, die als Schlüsselstellen in der längerfristigen Konstruktion mathematischer Kompetenz fungieren und deren Bewältigung damit besonders wichtig ist.

Alle Materialien wurden auf wissenschaftlicher Basis und in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Projektschulen erprobt und weiterentwickelt. Um diese an möglichst viele Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu verbreiten, werden projektbegleitende Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt. Seit dem Schuljahr 2014/2015 wird das Material zudem an mehr als 50 Schulen in NRW, Schleswig-Holstein und Berlin/Brandenburg implementiert.

Die Implementation des Projekts "Mathe sicher können" in NRW wurde vom Kieler Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) evaluiert. Die ersten Ergebnisse der zweiten Leistungsüberprüfung der Lernenden, die im Rahmen der externen Evaluation durchgeführt wurde, sind insbesondere mit Blick auf den sehr kurzen zeitlichen Abstand zwischen den beiden Testungen der Lernenden als erfreulich anzusehen (s. Vergleich der Lernzuwächse der geförderten schwachen Lernenden an "Mathe sicher können" - Schulen und Vergleichsschulen in der Abbildung). Sie weisen daraufhin, dass der wissenschaftlich begleitete Einsatz der entwickelten Diagnose- und Fördermaterialien eine positive Wirkung zeigt.

„Mathe sicher können“ ist eine Initiative der Deutsche Telekom Stiftung.